15.02.2008: Abreise in Zürich
So, gestern die Diplomarbeit abgegeben, heute geht es los nach
Südfrankreich. Ich fahre mit dem Nachtzug, äh, entschuldigung,
Hotelzug "Pau Casal" nach Perpignan, wo ich morgen früh meine
Freundin treffen und dann mit ihr zusammen noch ein paar
Haltestellen ins Inland fahren werde, um in der Nähe von Prades auf
den E4 zu treffen.
Der Hotelzug wirkt auf den ersten Blick wie ein schlechter Witz:
flach, Diesellok, sieht von außen aus wie eine gammelige S-Bahn. Von
innen ist er aber doch recht angenehm, insbesondere sind die
(elektrisch verstellbaren) Sitze breit und haben viel Beinfreiheit.
Im gleichen Abteil findet gerade ein tränenreicher Abschied statt -
Großmutter fährt wohl zurück nach Spanien. Mindestens zwei Schweizer
Enkel heulen, Sprachwirrwarr zwischen Spanisch und Schweizerdeutsch
herrscht, dazu Chaos mit den Koffern. Die elektrische Tür zum Abteil
bleibt maximal fünf Sekunden offen - Leute mit Koffern werden alle
eingequetscht.
Zwischendurch war ich im Speisesaal auf ein Bier - nur komische
Vögel dort! Der Typ links neben mir an der Bar, sichtlich
angetrunken, hat immer versucht, ein Gespräch mit dem Barmann
anzufangen, ist aber auf wenig Gegenliebe gestoßen. Irgendwann hatte
ich den Eindruck, er würde Münzen schlucken - auf jeden Fall hat er
Klimperndes geschluckt?!
Nächster Tag
|