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Rogen März 2005

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Übersicht

Dies ist der Bericht von unserer zweiwöchigen Paddeltour vom Rogen in den Femund bzw. die Femundsmarka im Spätsommer (zumindest dort oben) 2005. Der Rogen ist ein See bzw. ein Seengebiet in Mittelschweden, ca. 150km südwestlich von Östersund. Das ganze Gebiet ist ein Naturschutzgebiet, welches sich gen Westen hinter der Grenze zu Norwegen in der Femundsmarka fortsetzt. Der Femund ist wiederum ein See, allerdings noch deutlich größer als der Rogen. Es handelt sich um eines der entlegensten Seengebiete in Europa: es gibt keine Ortschaften, höchstens vereinzelte, im Sommer genutzte Hütten und keinerlei Infrastruktur bis auf eine Handvoll Schutzhütten.

Die Landschaft ist sehr karg, insbesondere da der See selber schon auf einer Höhe von ca. 700m liegt. Die umgebenden Berge erreichen Höhen von ca. 1400m. Diese Höhen sind allerdings nicht mit solchen in unseren Breiten vergleichbar, die nördliche Lage lässt natürlich die Grenzen der Vegetation deutlich sinken. Die Vegetation ist geprägt von wenigen, niedrigen Bäumen und schier unendlichen Mengen an Flechten, die die weiten Geröllfelder bedecken. Es gibt viele Tiere, wobei wir im Wesentlichen auf Rentiere gestossen sind. Elche kommen wohl erst später im Jahr, und die Bären sind doch eher selten.

Ausgangspunkt unserer Reise war der Ort Funäsdalen. Dort haben wir bei Topsport die Kanadier gemietet. Nach einigem Umpacken (von dem kleinen Opel Corsa, der mit 4 Personen, Gepäck und Lebensmitteln für zwei Wochen doch gut über-, äh, beladen war) in Rucksäcke und Trockensäcke wurde alles in den Wagen von Topsport geschafft, mit dem uns einer der sehr freundlichen und hilfsbereiten Mitarbeiter in das eigentliche Naturschutzgebiet, nach Käringsjövallen, gebracht hat. Von den Leuten bei Topsport sind wir dann auch an unserem Zielpunkt, in Feragen (Norwegen), abgeholt und zum Auto zurückgebracht worden. Den Verleih kann ich nur wärmstens empfehlen - auch von den Preisen her!

Unsere Route führte uns von Käringsjövallen über kleinere Seen in den Rogen, den wir südlich umrundeten. Dann folgten wir dem Fluss Røa in den Femund, dem wir nach Norden folgten. Nach einer weiteren Passage durch kleinere Seen und einer langen, harten Etappe im Feragen, einem weiteren größeren See, waren wir dann nach 2 Wochen an unserem Endpunkt, dem Ort Feragen, am nördlichen Ende des gleichnamigen Sees.

Karte, Links

Folgende Karte zeigt in groben Zügen unsere Route ab dem Rogen; die erste Woche von Käringsjövallen ist dort leider nicht gezeigt, und aus urheberrechtlichen Gründen wird es dazu wohl auch keine geben. Die Karte habe ich übernommen von www.faltbootwandern.de, wo eine ähnliche Route wie unsere beschrieben ist; die Punkte stimmen aber nicht mit unseren Übernachtungen überein.

So, zum Bericht geht es hier. Und dann noch ein paar Links zum Thema:

Praktische Informationen

Die verwendete Ausrüstung war weitestgehend die gleiche wie in Irland. Naja, bis auf Fahrradhosen, versteht sich. Und die Fahrräder durch Boote, genauer Kanadier, ersetzt. Falls man noch nie Kanadier gefahren ist, hilft es vielleicht, dies erstmal auf dem Teich zu Hause zu probieren oder ein entsprechendes Buch durchzublättern.

Auf solch einer Tour ist sicherlich Verpflegung das größte Problem. Beim Paddeln hat man da zwar recht viel Flexibilität, aber wegen der Portagen sollte man schon ein wenig auf das Gewicht achten. Unseren Kassenbeleg habe ich noch, vielleicht tippe ich es ja mal ein, damit man eine Orientierung hat. Man sollte halt auf jeden Fall schon zu Hause alles einkaufen. Brot ist natürlich ein gewisses Problem. Wir haben Mehl und Trockenhefe mitgenommen, und selber Fladenbrot gebacken: Wasser, Mehl, Hefe, Salz macht den Teig, ziehen lassen, dann kleine Fladenbrote formen (evtl. mit Käse, Wurst, scharfer Soße oder so gespickt) und diese dann mit viel Margarine in der Pfanne durchbraten. Für die erste Zeit hatten wir Vollkornbrot dabei. Wasser ist gar kein Problem, das kann bedenkenlos und ungefiltert den Seen entnommen werden; vielleicht nicht gerade am Rand, versteht sich.